Retro im neuen alten "Zum Kuckuck"
2005/11/24 05:41
Pressemeldung von:
diepresse.com
VON RAINER NOWAK (Die Presse) 23.11.2005 - Als das Essen noch nicht so wichtig war. - Wien wurde anders, so viel steht fest. Kulinarisch erlebte die Stadt in den vergangenen 20 Jahren einen wahren Quantensprung. Egal, ob die hohe edle Gastronomie, der Asia-Boom oder die Wirtshaus-Renaissance: Auf die Entwicklung der Wiener Küchen kann man eigentlich leichter stolz sein als auf die Verwaltung dieser Stadt.
Doch dann gibt es auch noch - das sei ganz wertfrei festgestellt - Restaurants, in denen die Zeit stehen geblieben ist. (Die gibt es übrigens überall in Europa: Restaurants,
Doch dann gibt es auch noch - das sei ganz wertfrei festgestellt - Restaurants, in denen die Zeit stehen geblieben ist. (Die gibt es übrigens überall in Europa: Restaurants,
die seit 30 Jahren ihren Michelin-Star halten und das ohne jede Veränderung - siehe auch Seite 13). In Wien gehören dazu etwa die "Drei Husaren", irgendwie auch die Stadt-Heurigen, die von Touristen und manchem traditionsbewussten Wiener noch aufgesucht werden.
Das Innenstadt-Restaurant "Zum Kuckuck" gehört auch dazu. Es erinnert an ein Puppenmuseum für k & k-Nostalgiker, mehr Franz Joseph-Bildnisse hängen nur im Heeresgeschichtlichen Museum. Eisen-Luster, Tischkultur und Dekoration erinnern an die Csardasfürstin. Die von den Seefestspielen Mörbisch. Die Neuübernahme durch Michael Weymayer, einen Ex-Mitarbeiter des Wein-Magazins Falstaff, suggeriert Veränderung, auf der Weinkarte ist sie feststellbar bei interessanten ungarischen Premium-Tropfen.
In der Küche bemerkt man leider noch nicht so viel, am ehesten stehen Gerichte wie die (zu
Das Innenstadt-Restaurant "Zum Kuckuck" gehört auch dazu. Es erinnert an ein Puppenmuseum für k & k-Nostalgiker, mehr Franz Joseph-Bildnisse hängen nur im Heeresgeschichtlichen Museum. Eisen-Luster, Tischkultur und Dekoration erinnern an die Csardasfürstin. Die von den Seefestspielen Mörbisch. Die Neuübernahme durch Michael Weymayer, einen Ex-Mitarbeiter des Wein-Magazins Falstaff, suggeriert Veränderung, auf der Weinkarte ist sie feststellbar bei interessanten ungarischen Premium-Tropfen.
In der Küche bemerkt man leider noch nicht so viel, am ehesten stehen Gerichte wie die (zu
kurz gekochten) Grammel-Kürbis-Ravioli auf Rahmgurken (9,5 €) für Mut zu Neuem.
Das Zander-Reisfleisch (17,5 €) klingt danach, entpuppt sich jedoch leider als lieblose Angelegenheit: Zander-Filets begleitet von einem Häuflein Reisfleisch - ohne Fleisch. Der Fisch wurde niedergewürzt, auch die Wild-Consommé (4,2 €) fällt geschmacklich sehr intensiv aus. Wir wollen nicht hoffen, dass Verstärker im Spiel waren. Bei der Hirschkeule mit Semmelknödel (18 €) sind wir wieder da: tief im vergangenen Jahrhundert. Als man essen ging und das Essen dabei nicht so wichtig war.
Das Zander-Reisfleisch (17,5 €) klingt danach, entpuppt sich jedoch leider als lieblose Angelegenheit: Zander-Filets begleitet von einem Häuflein Reisfleisch - ohne Fleisch. Der Fisch wurde niedergewürzt, auch die Wild-Consommé (4,2 €) fällt geschmacklich sehr intensiv aus. Wir wollen nicht hoffen, dass Verstärker im Spiel waren. Bei der Hirschkeule mit Semmelknödel (18 €) sind wir wieder da: tief im vergangenen Jahrhundert. Als man essen ging und das Essen dabei nicht so wichtig war.
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