Erneutes Umsatzminus für das deutsche Gastgewerbe
2005/11/09 05:30
Pressemeldung von:
Best-of-Wine
Der September brachte dem deutschen Gastgewerbe ein erneutes Umsatzminus und nimmt damit angesichts steigender Energiepreise und der anhaltenden Debatte, um eine Mehrwertsteuererhöhung allmählich ein existenzbedrohliches Ausmass für die deutsche Gastronomie und ihre Zulieferer an. Vor allem der Weinhandel ist inzwischen nachhaltig davon betroffen wie eine Reihe von Konkursen von Unternehmen belegt, die auf Belieferung der Gastronomie spezialisiert waren. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland im September 2005 nominal um 0,2 Prozent und real
um 1,2 Prozent niedriger als im September 2004. Im Vergleich zu dem im August 2005 erzielten Umsatz ergab sich im September 2005 nach Kalender- und Saisonbereinigung ein Umsatzanstieg um nominal 0,3 Prozent und real 0,2 Prozent. Von Januar bis September 2005 wurde im Gastgewerbe nominal ein Prozent und real 2,1 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum abgesetzt. Damit dürfte 2005 das vierte Minusjahr in Folge für Deutschlands Wirte werden. Nominale und reale Umsatzsteigerungen erzielten im September 2005 die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal + 2,6%, real + 1,6 %). Nominale und reale Umsatzeinbußen gegenüber dem September 2004 verbuchten dagegen das Beherbergungsgewerbe (nominal – 0,1 %, real – 1,3 %) und das Gaststättengewerbe (nominal – 0,9 %, real – 1,8 %).
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