Auf der Suche nach fähigen Azubis
2005/10/23 14:33
Pressemeldung von:
ahgz.de
Mangelnde Ausbildungsreife bereitet vor allem kleinen und mittleren Betrieben Sorge/ Ein findiger Hotelier geht eigene Wege und hat Erfolg
AHGZ.de - Freitag, 21.10.2005 - 16:56 Uhr VON RENATE OSTLENDER
Keine Probleme mit dem Nachwuchs: Hotelier Bernhard Schwermer (3.v.l.), sein Küchenchef Ralf Rieger und die einsatzfreudigen Auszubildenden (v.l.): Jennifer Bette, Alexandra Martins und Julian Heuel. Foto: Ostlender
Die Lage am Ausbildungsmarkt bessert sich - bundesweit, und zwar in vielen Branchen. Laut Bundesagentur für Arbeit gab es erstmals
AHGZ.de - Freitag, 21.10.2005 - 16:56 Uhr VON RENATE OSTLENDER
Keine Probleme mit dem Nachwuchs: Hotelier Bernhard Schwermer (3.v.l.), sein Küchenchef Ralf Rieger und die einsatzfreudigen Auszubildenden (v.l.): Jennifer Bette, Alexandra Martins und Julian Heuel. Foto: Ostlender
Die Lage am Ausbildungsmarkt bessert sich - bundesweit, und zwar in vielen Branchen. Laut Bundesagentur für Arbeit gab es erstmals
seit vier Jahren einen Rückgang an nicht vermittelten Bewerbern. Das Gastgewerbe steht in diesem Kontext gut da. So hat im Vorjahr die Zahl der neu begonnenen Ausbildungsverhältnisse gegenüber 2003 um knapp fünf Prozent zugenommen. Insgesamt waren nach Angaben der DIHK mehr als 97 000 junge Menschen in einem der sechs Ausbildungsberufe tätig.
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung haben kleine und mittlere Hotels Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Grund: mangelnde Ausbildungsreife vieler Bewerber. „100. 000 Jugendliche verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss, weitere 100.000 haben keine ausreichenden Kenntnisse in Deutsch und Mathematik“, klagt beispielsweise der Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Schlechte Noten für
Lesen, Schreiben und Benehmen
Ein Befund, der auch aus Hotellerie und Gastronomie zu
Trotz dieser erfreulichen Entwicklung haben kleine und mittlere Hotels Schwierigkeiten, Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Grund: mangelnde Ausbildungsreife vieler Bewerber. „100. 000 Jugendliche verlassen jährlich die Schule ohne Abschluss, weitere 100.000 haben keine ausreichenden Kenntnisse in Deutsch und Mathematik“, klagt beispielsweise der Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Schlechte Noten für
Lesen, Schreiben und Benehmen
Ein Befund, der auch aus Hotellerie und Gastronomie zu
hören ist. Der für den DEHOGA Siegen und Hagen verantwortliche Geschäftsführer Klaus-Peter Kusch kennt die zahlreichen Probleme. Mit Info-Broschüren, Veranstaltungen und Präsentationen sowie Presseberichten unterstützt er die Suche der Mitgliedsbetriebe nach geeignetem Nachwuchs.
Doch die immer stärker ansteigende Unzufriedenheit mit den Defiziten nicht nur bei schulischen Leistungen, sondern auch im sozialen Verhalten, kann auch Kusch nicht beseitigen.
Während große Häuser ab der Kategorie „Vier Sterne“ aus einer Fülle von Bewerbungen auswählen können, klagen vor allem die Inhaber von Familienbetrieben mit weniger als 50 Gästezimmern über Probleme der vielfältigsten Art. Zumeist vergeblich erhoffen sie sich auf ihre Anfragen Resonanz von gängigen Stellen wie der Agentur für Arbeit oder den IHK´s, die doch angeblich so händeringend nach Ausbildungsplätzen suchen. Entweder hören sie gar nichts oder die Bewerber erweisen sich als untauglich für die Branche.
So will mancher Hotelier gar nicht mehr ausbilden und dafür lieber mit Teilzeitkräften arbeiten. Gelegentlich helfen Initiativen von regionalen HoGa-Geschäftsstellen weiter.
Einen ungewöhnlichen Weg hat der Hotelier Bernhard Schwermer eingeschlagen. Er geht in Schulen und konfrontiert dort Jugendliche mit den Anforderungen in Hotellerie und Gastronomie. Seine Erfahrungen sind weitgehend positiv. Doch auch er bleibt von gewissen negativen Entwicklungen nicht verschont.
Pauken in den
Nachmittagspausen
Ein herbstlicher Dienstagabend in der Realschule Meggen, einem Ortsteil von Kirchhundem im Sauerland. Etwa 120 Schüler und ihre Eltern haben sich in der Aula versammelt. Zehn Vertreter aus umliegenden Unternehmen sind vor Ort, um die Schüler über die Anforderungen in verschiedenen Berufszweigen zu informieren.
Der einzige Hotelier unter ihnen ist Bernhard Schwermer. Er leitet nicht nur gemeinsam mit seiner Familie das Hotel Schwermer im nah gelegenen Heinsberg, sondern noch drei weitere Branchenbetriebe in der Region.
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 42/2005
auf Seite 5.
Doch die immer stärker ansteigende Unzufriedenheit mit den Defiziten nicht nur bei schulischen Leistungen, sondern auch im sozialen Verhalten, kann auch Kusch nicht beseitigen.
Während große Häuser ab der Kategorie „Vier Sterne“ aus einer Fülle von Bewerbungen auswählen können, klagen vor allem die Inhaber von Familienbetrieben mit weniger als 50 Gästezimmern über Probleme der vielfältigsten Art. Zumeist vergeblich erhoffen sie sich auf ihre Anfragen Resonanz von gängigen Stellen wie der Agentur für Arbeit oder den IHK´s, die doch angeblich so händeringend nach Ausbildungsplätzen suchen. Entweder hören sie gar nichts oder die Bewerber erweisen sich als untauglich für die Branche.
So will mancher Hotelier gar nicht mehr ausbilden und dafür lieber mit Teilzeitkräften arbeiten. Gelegentlich helfen Initiativen von regionalen HoGa-Geschäftsstellen weiter.
Einen ungewöhnlichen Weg hat der Hotelier Bernhard Schwermer eingeschlagen. Er geht in Schulen und konfrontiert dort Jugendliche mit den Anforderungen in Hotellerie und Gastronomie. Seine Erfahrungen sind weitgehend positiv. Doch auch er bleibt von gewissen negativen Entwicklungen nicht verschont.
Pauken in den
Nachmittagspausen
Ein herbstlicher Dienstagabend in der Realschule Meggen, einem Ortsteil von Kirchhundem im Sauerland. Etwa 120 Schüler und ihre Eltern haben sich in der Aula versammelt. Zehn Vertreter aus umliegenden Unternehmen sind vor Ort, um die Schüler über die Anforderungen in verschiedenen Berufszweigen zu informieren.
Der einzige Hotelier unter ihnen ist Bernhard Schwermer. Er leitet nicht nur gemeinsam mit seiner Familie das Hotel Schwermer im nah gelegenen Heinsberg, sondern noch drei weitere Branchenbetriebe in der Region.
Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 42/2005
auf Seite 5.
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http://www.ahgz.de/vermischtes/2005,42,510197454.html
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