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Vollgas-Touristiker

2005/11/29 08:06
Pressemeldung von:
nachrichten.at

Wenn sich kommende Woche die Tore des neuen Vier-Sterne-Hotels Paradiso in Bad Schallerbach öffnen, schließt sich für den Eurotherme-Geschäftsführer Markus Achleitner ein Kapitel seines beruflichen Werdegangs: Das Eurotherme-Resort ist fertig. Achleitner wurde 1997 als Sanierer des Freizeitparks Aquapulco nach Schallerbach geholt. In weniger als zehn Jahren entstand unter seiner maßgeblicher Leitung die größte Tourismuseinrichtung Oberösterreichs, jetzt eben auch mit Luxus-Hotel. 40 Millionen Euro investierte der Eigentümer Land Oberösterreich. 650.000 Tagesgäste frequentieren
bereits jährlich die Therme, nach Bad Loipersdorf ist Schallerbach die Nummer zwei der heißen Quellen in Österreich. Und nicht nur die Gästezahlen stimmen. Der Gewinn schlug zuletzt mit 1,5 Millionen Euro zu Buche. Mit dem neuen Paradiso-Hotel soll er sich verdoppeln, rechnet der Vollblut-Touristiker.

Dass der 36-jährige Gastwirtssohn Achleitner mit diesem großen Schritt Ruhe geben wird, ist nicht zu erwarten. Alles, was er macht, macht er "mit Vollgas", wie er selbst sagt. Mitarbeiter bezeichnen ihn nicht nur als viel arbeitenden Manager, sondern auch anerkennend als "Visionär". Für ihn sind neue Konzepte überlebensnotwendig. So hat er etwa als einer der wenigen daran geglaubt, dass das tägliche Offenhalten der öffentlichen Wellness-Einrichtungen bis 24 Uhr ein Erfolg wird. Und es wurde einer. "Geht nicht gibt's nicht" ist sein Leitmotto, sagen ihm Kollegen
nach.

Achleitner stammt aus und lebt in Aichkirchen bei Wels, wo das elterliche Gasthaus steht. Ihn hat es nicht immer ins Gastgewerbe gezogen: Nach der Musikhauptschule absolvierte der passionierte Schlagzeuger die Handelsakademie und schlug erst später mit der Tourismusakademie in Klessheim die Tourismus-Schiene ein. Mit seiner geselligen, humorvollen Art ist es nicht verwunderlich, dass er das Welser Gerstl-Bräu gründete und Blasmusik-Obmann ist. Überhaupt ist der Vater zweier Buben trotz seines Verwaltungsjobs sehr "nahe am Gast" - und wenn es spät am Abend bei einem Glas Wein an der Hotelbar ist. "Anders geht das nicht. Ich gestalte schließlich die wertvollste Zeit der Leute, ihre Freizeit."

Verwunderlich ist hingegen vielleicht schon, dass der Manager einer Landesgesellschaft nicht auf einem politischen Ticket sitzt. "Ich hab von Anfang an gesagt: Politik bleibt bei uns draußen. Und das ist bis heute so."

vom 28.11.2005


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