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Die Ortenau räumt richtig ab

2005/11/09 05:23
Pressemeldung von:
Baden online

Gebietsweinprämiierung in Offenburg: Sechs Ehrenpreise und 19 Top-Ten-Weine hart erarbeitet

© Ulrich Marx
Die Ehrenpreisträger.



Das Weinanbaugebiet
Ortenau behält seinen Spitzenplatz in Baden. Bei der Gebietsweinprämiierung gestern in
Offenburg wurde der Wein-Oscar für den besten Betrieb in Baden an das Durbacher Weingut Andreas Laible vergeben. Und bei den 30 Top-Ten-Weinen ist die Ortenau 19-mal vertreten.

Von: Von Thomas Reizel und Karl-Heinz Zurbonsen

Offenburg/Freiburg. Die Ausnahmestellung des
Weinbaugebiets Ortenau in Baden ist gestern bei der Gebietsweinprämiierung in der Offenburger Oberrheinhalle deutlich geworden. Vor allem das »goldene Weindorf« glänzt. Geht schon mit dem Wein-Oscar an Andreas Laible für den besten Betrieb ein Spitzen-Preis nach Durbach, entfallen weitere drei Ehrenpreise auf Durbacher Betriebe.
Ausgezeichnet wurden die Weingüter Schwörer, Heinrich Männle und Wolff Graf Metternich. Je ein Ehrenpreis ging an den Winzerkeller »Hex von Dasenstein« (Kappelrodeck) und an das Weingut Schloss Ortenberg.
Spitzenergebnisse auch bei den 30 Top-Ten-Weinen: In der Kategorie rot trocken wurden aus der Ortenau geehrt: WG Oberkirch, Winzerkeller Hex vom Dasenstein (Kappelrodeck, zwei Weine), Affenthaler Winzergenossenschaft (Bühl), Weingut Heinrich Männle (Durbach, zwei Weine), Weingut Wolff Graf Metternich (Durbach).
Weiß trocken:
Winzergenossenschaft Durbach, Andreas Laible (Durbach, drei Weine), Winzergenossenschaft Oberkirch.
Edelsüß: Weingut Schwörer (Durbach), Winzerkeller Hex vom Dasenstein (Kappelrodeck), drei Weine), Andreas Laible (Durbach) und Heinrich Männle (Durbach).
»Ehrenpreise sind sehr viel wert, aber nicht alles. Wir haben blinkendes Gold und viel Silber«, resümierte Gerhard Hurst, badischer Weinbaupräsident aus Offenburg-Rammersweier. Die besten Weine nehmen an der Bundesweinprämiierung teil.
Insgesamt, so Hurst, sind zur Gebietsweinprämiierung 2005 fünf Prozent der in Baden abgefüllten Weine angestellt worden. Von 13 000 unterschiedlichen Weinen, die in Baden hergestellt wurden, sind damit jetzt 1904 mit einer Prämiierung versehen, die besten zehn jeder Kategorie mit dem Label »Top 10«.
Die badischen Top-Weine sind erstmals 2004 auf den Markt gekommen, sie sollen das Image von Baden im internationalen Weinmarkt stützen. Für den neuen Weinjahrgang 2005, der jetzt im Keller ist, sind die Zukunftsprognosen gut. Der sonnige Oktober habe ein Übriges getan, um die Qualität des 2005er auf ein gehobenes Niveau zu bringen.
In der Summe, so sagen Weinbaupräsident Gerhard Hurst und der designierte neue Geschäftsführer des Verbandes, Peter Wohlfahrth, sei der Sommer 2005 ein »normaler Wärmesommer« gewesen.
Nicht normal ist nach einem ersten Überblick die Erntemenge. Experten seien davon ausgegangen, dass die Erntemenge deutlich über 90 Hektoliter pro Hektar liege.
Ein Trugschluss, wie sich jetzt nach der Weinlese herausstellt: Im Schnitt wird die Erntemenge lediglich 88 Hektoliter je Hektar betragen, vor allem Müller-Thurgau und Gutedel sind deutlich geringer als prognostiziert gelesen worden. Bei diesen vor allem auch in Baden sehr stark vertretenen Rebsorten liegt die Erntemenge um 15 Prozent unter der durchschnittlichen Marge.
Nach der jüngsten Erhebung des Badischen Weinbauverbandes werden die badischen Winzer 133 Millionen Liter des
Weinjahrgangs 2005 auf Flaschen ziehen können, 139 Millionen waren kalkuliert. Allerdings wird sich nach Einschätzung von Gerhard Hurst die geringere Erntemenge kaum auf die Preisgestaltung auswirken.
Aufgrund des hohen Importanteils beim Wein stünden die Preise nach wie vor unter Druck. Man versuche in dieser Situation die Preise zu halten, es gebe kaum Spielraum nach oben, sagte Hurst in Freiburg.

@http://www.badischer-weinbauverband.de


Kontakt:
web: http://www.baden-online.de/art_0_67_5529_ortenau
email: keine Angabe

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