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Erfolg für Familienbetriebe

2005/10/31 15:55
Pressemeldung von:
main-rheiner.de

Land Hessen zeichnet Weinbaubetriebe für besondere Qualität aus




Gruppenbild im Kreuzgang von Kloster Eberbach: Unser Foto zeigt (von links) die Staatsehrenpreisträger Andreas Jung, Gunter Künstler und Uwe Schreiber, die Rheingauer Weinkönigin Sabrina Klassen und Regierungspräsident Gerold Dieke, Umweltminister Wilhelm Dietzel und die Deutsche Weinkönigin Sylvia Benzinger, die Preisträger Klaus Molitor, Bernd und Ralf Schönleber mit ihren Familien und die Bergstraßer Weinkönigin Nadine Guthier.
Foto: RMB/Heinz Margielsky
Vom
31.10.2005

KLOSTER EBERBACH Die Wein- und Sektprämierung des Landes Hessen ist ein Wettbewerb, der den Leistungsstandard heimischer Winzerbetriebe misst. Trotz international erfolgreicher Namen im Rheingau wird die Prämierung immer mehr zum Tag der Familienbetriebe.


Von

Ulrike Würzberg

Betrachtet man die Weinbaubetriebe, die das Land in diesem Jahr für die besondere Qualität ihrer Weine ausgezeichnet hat, scheint eines klar zu sein: Erfolge im Weinbau lassen sich offenbar nur im Familienverband erzielen. Egal ob großes oder kleines Weingut - alle mit Staatsehrenplaketten ausgezeichneten Winzer hoben das Zusammenspiel zwischen den Generationen hervor. Und für Nachwuchs ist schon gesorgt: die Preisträgerfamilien Molitor und Schönleber kamen mit ihren Kindern zur Feier nach Kloster Eberbach - und die Kleinen posierten hinterher mit großer Freude
samt Ehrenplaketten für die Fotografen.

Der Hochheimer Winzer Uwe Schreiber, Staatsehrenpreisträger bei den Betrieben bis drei Hektar Betriebsgröße, kam gar mit Pfarrer Christoph Wurbs als geistlichem Beistand nach Kloster Eberbach. Denn Schreiber erhielt die Auszeichnung bereits zum dritten Mal für das von ihm geführte Pfarrgut Hochheim, das der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul gehört.

Andreas Jung, Inhaber des Erbacher Weingut Lamm-Jung, erhielt den Staatsehrenpreis für die Betriebe zwischen drei und sieben Hektar Größe. Ein krönender Abschluss des Jahres sei die Auszeichnung, meinte der Winzer, dessen Wahlspruch ist "Oechsle war gestern, heute zählt Aroma".

Die Brüder Ralf und Bernd Schönleber aus Mittelheim, die von ihren Eltern 1994 das Wein- und Sektgut Schönleber übernommen haben, erhielten die Ehrenplakette zum ersten Mal. Die Auszeichnung sei "ein enormer Image-Gewinn für unser Weingut," meinte Bernd Schönleber, "und die Kunden honorieren das."

Klaus Molitor, Inhaber des Hattenheimer Weinguts Karl Johann Molitor, errang die Staatsehrenplakette bei den Betrieben zwischen zwölf und 25 Hektar Größe zum dritten Mal.

Der Hochheimer Gunter Künstler, Staatsehrenpreisträger in der Kategorie der Weinbaubetriebe über 25 Hektar, hat schon seit Jahren internationalen Erfolg, den Grundstein dafür legte Vater Franz. Gunter Künstler, der ebenfalls Eltern und Ehefrau dankte, machte deutlich, wie wichtig für ihn, der viele internationale Preise errungen hat, diese Auszeichnung ist. Denn: "Rheingauer Riesling ist nach wie vor ein Zauberwort für Weinkenner in aller Welt."

Für die Bergstraße wurde die Bergsträßer Winzergenossenschaft mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet. Insgesamt hatte die Jury über 1836 Weine und Sekte zu urteilen; 530 erhielten Preismünzen in Gold, 769 in Silber, 341 in Bronze.


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