Erster Rausch mit Zwölf
2005/11/11 06:11
Pressemeldung von:
salzburg.com
09. November 2005 Immer früher, öfter und hemmungsloser. Alkohol ist bei Jugendlichen ein Problem. Nun gibt es eine alkoholfreie Alternative, die nach Kokos schmeckt. THOMAS EBNER
thomas ebner Salzburg (SN). Der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen steigt rasant. "Heute ist es keine Seltenheit mehr, dass junge Salzburger ihre erste Rauscherfahrung schon mit zwölf Jahren machen", sagt Nicole Rögl, Leiterin der Suchtpräventionsstelle von Akzente Salzburg.
Es geht ums Dazugehören und darum, negative Alltagserlebnisse zu betäuben. "Den ersten Vollrausch trinkt sich
thomas ebner Salzburg (SN). Der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen steigt rasant. "Heute ist es keine Seltenheit mehr, dass junge Salzburger ihre erste Rauscherfahrung schon mit zwölf Jahren machen", sagt Nicole Rögl, Leiterin der Suchtpräventionsstelle von Akzente Salzburg.
Es geht ums Dazugehören und darum, negative Alltagserlebnisse zu betäuben. "Den ersten Vollrausch trinkt sich
der durchschnittliche Österreicher im Alter von fünfzehneinhalb Jahren an", sagt Christof Jenner, Betreuer von Alkoholgefährdeten im Sozialmedizinischen Dienst Salzburg.
Oberarzt Christian Vucicevic spricht von jährlich 50 stark alkoholisierten Mädchen und Burschen unter 18 Jahren, die auf der zweiten Psychiatrie der Christian-Doppler-Klinik behandelt werden müssen. "Einige sind sogar bewusstlos, wenn sie bei uns eingeliefert werden."
Neben dem berüchtigten "Vorglühen" (Alkoholkonsum vor dem Ausgehen zu Hause) wird auch das Trinken in den Lokalen zu einem ständig größeren Problem. "Die Zahl der riskanten Konsumformen steigt. Das geht von der verlockenden ,Happy Hour' bis hin zum billigen Tequila-Wetttrinken. Auch die so genannten Alkopops sind eine große Gefahr", sagt Rögl.
Das Problem: Alkoholfreie Getränke gelten bei vielen Jugendlichen als
Oberarzt Christian Vucicevic spricht von jährlich 50 stark alkoholisierten Mädchen und Burschen unter 18 Jahren, die auf der zweiten Psychiatrie der Christian-Doppler-Klinik behandelt werden müssen. "Einige sind sogar bewusstlos, wenn sie bei uns eingeliefert werden."
Neben dem berüchtigten "Vorglühen" (Alkoholkonsum vor dem Ausgehen zu Hause) wird auch das Trinken in den Lokalen zu einem ständig größeren Problem. "Die Zahl der riskanten Konsumformen steigt. Das geht von der verlockenden ,Happy Hour' bis hin zum billigen Tequila-Wetttrinken. Auch die so genannten Alkopops sind eine große Gefahr", sagt Rögl.
Das Problem: Alkoholfreie Getränke gelten bei vielen Jugendlichen als
"uncool". Zudem sind sie sehr oft auch teurer als Bier, Wein oder Mischgetränke.
Laut Gewerbeordnung müssen Gastwirte zwar zwei Jugendgetränke auf ihrer Karte anbieten, die günstiger sind als das billigste alkoholische Getränk. "In manchen Lokalen gibt es aber lediglich zwei fade Sodagetränke zur Auswahl. Das ist für die Jugend wenig verlockend", sagt Wolfgang Schick, Geschäftsführer von Akzente Salzburg.
Damit Wirte die Auswahl in Zukunft attraktiver gestalten können, lies Akzente eigens für Salzburg ein neues antialkoholisches Mischgetränk entwickeln. Es heißt "GOA" - "Genuss ohne Alkohol". "Das tolle daran: Sowohl das Rezept als auch der Name des ,Drinks' stammen von jugendlichen Salzburgern", erklärt Schick. Mit mehr als 70 Rezeptvorschlägen und noch mehr Ideen für den Namen hatten sich Jugendliche beim Akzente-Wettbewerb beteiligt.
Für die Kampagne wurde der Getränkehersteller Rauch als Partner gewonnen. Auch das Jugend- und Sozialressort des Landes beteiligten sich daran.
Herausgekommen ist ein gelbes Getränk, das nach Kokos und Ananas schmeckt. Sein Name weckt Erinnerungen an die Hippiegeneration. Der Preis soll für Jugendliche leistbar sein. "Ich werde mir GOA bestimmt im Lokal bestellen. Der fruchtige Geschmack ist super", sagt der 17-jährige Nikolas Stöckl aus Anthering.
Zum Bewerben von GOA stehen den Wirten Plakate und Tischaufsteller zur Verfügung. Maximilian Nöhammer von der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer ist sich sicher, dass es ihm gelingt, das Getränk den heimischen Gastwirten schmackhaft zu machen.
© SN.
Laut Gewerbeordnung müssen Gastwirte zwar zwei Jugendgetränke auf ihrer Karte anbieten, die günstiger sind als das billigste alkoholische Getränk. "In manchen Lokalen gibt es aber lediglich zwei fade Sodagetränke zur Auswahl. Das ist für die Jugend wenig verlockend", sagt Wolfgang Schick, Geschäftsführer von Akzente Salzburg.
Damit Wirte die Auswahl in Zukunft attraktiver gestalten können, lies Akzente eigens für Salzburg ein neues antialkoholisches Mischgetränk entwickeln. Es heißt "GOA" - "Genuss ohne Alkohol". "Das tolle daran: Sowohl das Rezept als auch der Name des ,Drinks' stammen von jugendlichen Salzburgern", erklärt Schick. Mit mehr als 70 Rezeptvorschlägen und noch mehr Ideen für den Namen hatten sich Jugendliche beim Akzente-Wettbewerb beteiligt.
Für die Kampagne wurde der Getränkehersteller Rauch als Partner gewonnen. Auch das Jugend- und Sozialressort des Landes beteiligten sich daran.
Herausgekommen ist ein gelbes Getränk, das nach Kokos und Ananas schmeckt. Sein Name weckt Erinnerungen an die Hippiegeneration. Der Preis soll für Jugendliche leistbar sein. "Ich werde mir GOA bestimmt im Lokal bestellen. Der fruchtige Geschmack ist super", sagt der 17-jährige Nikolas Stöckl aus Anthering.
Zum Bewerben von GOA stehen den Wirten Plakate und Tischaufsteller zur Verfügung. Maximilian Nöhammer von der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer ist sich sicher, dass es ihm gelingt, das Getränk den heimischen Gastwirten schmackhaft zu machen.
© SN.
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