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Frau Hummel fliegt auf Exoten

2005/10/15 12:16
Pressemeldung von:
lvz-online.de

Glaucha. Russische Tomaten, kanadischer Wein und obendrein eine Ananasfrucht: Bei Waltraud Hummel im Garten wächst das, was in anderen Gärten nicht wächst. "Der Garten ist mein großes Hobby", erzählt die 50-Jährige aus Oberglaucha.




Auf ihre Ananasfrucht ist sie besonders stolz. Vor drei Jahren steckte sie einen Strunk in die Erde. Heute hat sie eine prächtige Frucht. "Mal sehen. Vielleicht ernte ich sie im Winter", erzählt Hummel.

Wer durch ihren Garten läuft, kann jetzt noch Büsche mit roten und schwarzen Tomaten sehen. ImGewächshaus
wachsen neben der Ananasfrucht Basilikum undIngwer. Und gleich nebenan wuchern die Gurken, die sie regelmäßig mit Pflanzenbrühe gießt.


Waltraud Hummels Geheimtipp:Sie baut alles auf ökologische Art und Weise an. Chemie lehnt sie völlig ab. "Ich bin als Kind beinahe mal an gespritzten Weintrauben gestorben", erzählt sie. "Seitdem achte ich darauf, was ich esse."


Hummel ist eineVerfechterin des ökologischen Landbaus und sympathisiert mit der Sächsischen Interessensgemeinschaft Ökologischer Landbau (Sigöl) in Kossa bei Bad Düben. Die Produkte der Hobby-Gärtnerin werden seit vielen Jahren immer wieder neu zertifiziert. "So eine Urkunde kostet mich zwar 25 Euro und ist mit viel Aufwand verbunden, aber das ist mir die Sache wert."


Dass Hummel auf gesundheitlich unbedenkliche Produkte achtet, hat sich herumgesprochen. Für das
Restaurant im Heide Spa in Bad Düben liefert sie Kräuter. "Ab und zu auch Gemüse", erzählt sie. "Es kommt darauf an, wie groß meine Erträge sind." Mittlerweile hat sie auch schonKontakt zu anderen Hobby-Gärtnern aufgenommen. "Mit denen tausche ich vor allem Tomatensorten aus", sagt Hummel, die 20 verschiedene Sorten im Garten stehen hat und bis jetzt knapp 150 Früchte erntete. Die Black Plum, eine süßlich schmeckende, oval-förmige Tomate, ist ihr Liebling. Dann hat sie noch eine Sorte, die sie Weintomate nennt. "Ich habe sie von einem Winzer aus Meißen bekommen. Deshalb Weintomate", erklärt sie.


In den nächsten Jahren will sich die Weinliebhaberin mehr den Reben widmen und ökologische Trauben anbauen. Dies sei nicht einfach, aber einen Versuch wert, erzählt sie.

Nico Fliegner


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