Schweizer trinken weniger Spirituosen, Bier und Wein
2005/11/17 06:31
Pressemeldung von:
baz.ch
Bern. SDA/baz. In der Schweiz ist der Alkoholkonsum pro Kopf im letzten Jahr gesunken. Der stärkste Rückgang wurde bei den Spirituosen registriert. Und auch Bier und Wein wurden im letzten Jahr weniger getrunken als 2003.
Die Statistik der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) weist für 2004 einen Pro-Kopf-Konsum von 40,2 Liter Wein aus (2003: 40,9 Liter). Dies entspricht einem Rückgang von 1,7%. Der Bierkonsum sank von 58,1 auf 57,0 Liter (-1,9%) und der Konsum von Spirituosen mit 40 Prozent Alkohol und mehr von 4,0 auf 3,9 Liter (-2,5%).
Der Rückgang bedeutet die
Die Statistik der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) weist für 2004 einen Pro-Kopf-Konsum von 40,2 Liter Wein aus (2003: 40,9 Liter). Dies entspricht einem Rückgang von 1,7%. Der Bierkonsum sank von 58,1 auf 57,0 Liter (-1,9%) und der Konsum von Spirituosen mit 40 Prozent Alkohol und mehr von 4,0 auf 3,9 Liter (-2,5%).
Der Rückgang bedeutet die
Fortsetzung eines lanjährigen Trends: 1984 wurden pro Kopf noch 49,9 Liter Wein, 68,6 Liter Bier und 5,3 Liter hochprozentige Spirituosen getrunken. Auf den Gesamtverbrauch umgerechnet entspricht dies einem Rückgang um durchschnittlich knapp ein Fünftel in 21 Jahren.
Genuss vor Menge
Den rückläufigen Weinkonsum erklärt Frédéric Rothen vom Bundesamt für Landwirtschaft mit veränderten Trinkgewohnheiten und einem stärkeren Bewusstsein für die Gesundheit. Er erwartet, dass die Zahlen mit der 2005 von 0,8 auf 0,5 gesenkten Promillegrenze für Alkohol am Steuer weiter sinken.
Aus Sicht des Schweizer Brauerei-Verbandes ist der Umgang mit Alkoholischem allgemein bewusster geworden: «Der Genuss steht heute gegenüber der Menge im Vordergrund», sagt Verbandsdirektor Konrad Studerus. Zudem würden veränderte Anforderungen im Strassenverkehr und am
Genuss vor Menge
Den rückläufigen Weinkonsum erklärt Frédéric Rothen vom Bundesamt für Landwirtschaft mit veränderten Trinkgewohnheiten und einem stärkeren Bewusstsein für die Gesundheit. Er erwartet, dass die Zahlen mit der 2005 von 0,8 auf 0,5 gesenkten Promillegrenze für Alkohol am Steuer weiter sinken.
Aus Sicht des Schweizer Brauerei-Verbandes ist der Umgang mit Alkoholischem allgemein bewusster geworden: «Der Genuss steht heute gegenüber der Menge im Vordergrund», sagt Verbandsdirektor Konrad Studerus. Zudem würden veränderte Anforderungen im Strassenverkehr und am
Arbeitsplatz den Bierkonsum tendenziell ausschliessen.
Beim Bier komme dazu, dass immer weniger Menschen körperlich arbeiten und schwitzten. Damit sinke auch die Nachfrage nach einem kühlen Bier nach der Anstrengung.
Alcopops: Sondersteuer wirkt
Der Konsum von Spirituosen mit über 40 Prozent Alkoholgehalt sank gegenüber Wein und Bier stärker. Hauptgrund sei die seit Februar 2004 auf Alcopops erhobene Sondersteuer, sagte Renate Heer, Leiterin Kommunikation der EAV, auf Anfrage.
Die Steuer beträgt 1.80 Franken für eine 2,75-Deziliter-Flasche und liess den durchschnittlichen Preis von etwa 2.30 auf 4.10 Franken hochschnellen. Ziel der spürbaren Preiserhöhung war es, den Alcopop-Konsum von Kindern und Jugendlichen einzudämmen.
Branche sieht sich bestätigt
Die Schweizerische Vereinigung der Markenspirituosen hält fest, die Zahlen bestätigten, wovon die Branche überzeugt sei: Der Konsum von Spirituosen sinke ohnehin, ungeachtet der durch die Steuerharmonisierung von 1999 tieferen Preise für Importe. Auch die Werbung für Hochprozentiges könne den Trend nicht aufhalten.
Die EAV-Statistik zeigt allerdings ein differenzierteres Bild. 1999 wurden in der Schweiz pro Kopf 3,6 Liter über 40-Prozentiges getrunken, 2000 3,9 Liter und in den Jahren 2001 bis 2003 je 4,0 Liter. Nicht nur bei Alcopops, sondern auch bei Whisky, Wodka, Rum und Gin nahmen 2004 die Importmengen ab.
Beim Bier komme dazu, dass immer weniger Menschen körperlich arbeiten und schwitzten. Damit sinke auch die Nachfrage nach einem kühlen Bier nach der Anstrengung.
Alcopops: Sondersteuer wirkt
Der Konsum von Spirituosen mit über 40 Prozent Alkoholgehalt sank gegenüber Wein und Bier stärker. Hauptgrund sei die seit Februar 2004 auf Alcopops erhobene Sondersteuer, sagte Renate Heer, Leiterin Kommunikation der EAV, auf Anfrage.
Die Steuer beträgt 1.80 Franken für eine 2,75-Deziliter-Flasche und liess den durchschnittlichen Preis von etwa 2.30 auf 4.10 Franken hochschnellen. Ziel der spürbaren Preiserhöhung war es, den Alcopop-Konsum von Kindern und Jugendlichen einzudämmen.
Branche sieht sich bestätigt
Die Schweizerische Vereinigung der Markenspirituosen hält fest, die Zahlen bestätigten, wovon die Branche überzeugt sei: Der Konsum von Spirituosen sinke ohnehin, ungeachtet der durch die Steuerharmonisierung von 1999 tieferen Preise für Importe. Auch die Werbung für Hochprozentiges könne den Trend nicht aufhalten.
Die EAV-Statistik zeigt allerdings ein differenzierteres Bild. 1999 wurden in der Schweiz pro Kopf 3,6 Liter über 40-Prozentiges getrunken, 2000 3,9 Liter und in den Jahren 2001 bis 2003 je 4,0 Liter. Nicht nur bei Alcopops, sondern auch bei Whisky, Wodka, Rum und Gin nahmen 2004 die Importmengen ab.
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