»Rotwein-Männle« sahnt ab
2005/11/21 04:40
Pressemeldung von:
baden-online.de
Durbacher Winzer erhält als einer von zwei Betrieben in Baden den Bundesehrenpreis in Gold - Heinrich Männle, bestens bekannt auch als »Rotwein-Männle«, bekam gestern bei der DLG-Bundesweinprämierung in Mainz seinen elften Bundesehrenpreis in Gold verliehen. Nur zwei Betrieben in Baden wird in diesem Jahr diese hohe Ehre zuteil.
Von: Volker Gegg
Durbach. Der Ausspruch »Klein, aber oho« kann bei Heinrich Männle wörtlich genommen werden. Mit rund 5,5 Hektar Rebfläche im Ertrag gehört das Weingut im Durbacher Sendelbach zu den kleinsten Betrieben in Baden. Aber wenn es
Von: Volker Gegg
Durbach. Der Ausspruch »Klein, aber oho« kann bei Heinrich Männle wörtlich genommen werden. Mit rund 5,5 Hektar Rebfläche im Ertrag gehört das Weingut im Durbacher Sendelbach zu den kleinsten Betrieben in Baden. Aber wenn es
um Erfolge und Auszeichnungen in Sachen Wein geht, dann zählt der Familienbetrieb zu den erfolgreichsten.
Gestern wurde dem 72-jährigen Winzer der Bundesehrenpreis der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) verliehen. Darüber hinaus bekam Männle für zwei seiner Weine jeweils den »Goldenen Preis Extra«. Außer ihm wird dieses Jahr in Baden nur noch der Winzergenossenschaft Hex vom Dasenstein (Kappelrodeck) diese hohe Ehre zuteil.
Schon 260 Medaillen
Für Männle ist dies aber kein Novum, denn er bekommt heute bereits seinen elften Bundesehrenpreis in Gold überreicht. Vor wenigen Wochen wurde Männle bei der Gebietsweinprämierung in Offenburg mit einem Ehrenpreis bedacht. Insgesamt hat der Betrieb nun 260 Medaillen des Bundes – davon 190 Goldmedaillen – in den letzten Jahren mit nach Hause genommen. Im DLG-Ranking der »Top 100 Betriebe« belegt Männle
Gestern wurde dem 72-jährigen Winzer der Bundesehrenpreis der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) verliehen. Darüber hinaus bekam Männle für zwei seiner Weine jeweils den »Goldenen Preis Extra«. Außer ihm wird dieses Jahr in Baden nur noch der Winzergenossenschaft Hex vom Dasenstein (Kappelrodeck) diese hohe Ehre zuteil.
Schon 260 Medaillen
Für Männle ist dies aber kein Novum, denn er bekommt heute bereits seinen elften Bundesehrenpreis in Gold überreicht. Vor wenigen Wochen wurde Männle bei der Gebietsweinprämierung in Offenburg mit einem Ehrenpreis bedacht. Insgesamt hat der Betrieb nun 260 Medaillen des Bundes – davon 190 Goldmedaillen – in den letzten Jahren mit nach Hause genommen. Im DLG-Ranking der »Top 100 Betriebe« belegt Männle
Platz zwölf und gilt somit als bestes Weingut Badens.
Trotz der vielen Erfolge ist Heinrich Männle bodenständig geblieben. Seit 1737 ist das Erbhofgut in Familienbesitz. Reben in den Durbacher Spitzenlagen Kochberg, Ölberg und Plauelrain werden von der Familie gehegt und gepflegt. Seit 1956 bewirtschaftet Heinrich Männle zusammen mit seiner Ehefrau Wilma den Betrieb.
»Aus dem ehemaligen Mischbetrieb haben wir ein selbstvermarktendes Weingut gemacht«, erklärt Männle. Zusammen mit den Obstanlagen werden heute rund 9,5 Hektar bewirtschaftet. Männles edle Wässerchen sind fast genauso begehrt wie seine Weine. Schon sehr früh entschied sich Männle, seinen Wein komplett auf 0,75-Liter-Flaschen umzustellen. 65 Prozent aller »Männle-Weine« werden im Holzfass ausgebaut, darunter ein immer größer werdender Teil auch im Barrique. Heute stehen allein 40 Barriquefässer in seinem urigen Weinkeller. »Aus dem Holz kommt der Beste Wein«, bemerkt Männle.
In Zukunft investieren
Auf Holz möchte der Winzer auch weiterhin setzen, denn derzeit wird im Familienbetrieb kräftig in die Zukunft investiert. »Wir bauen derzeit einen Fass- und Flaschenkeller, in dem zukünftig jeder Wein auch im Holz ausgebaut werden soll«, sagt Männle. 57 Prozent des Gesamtertrags wird als Spätburgunder Rotwein ausgebaut, drei Prozent als Cabernet Sauvignon.
Der Rotwein hat Heinrich Männle berühmt gemacht. Nicht umsonst ist er unter dem Namen »Rotwein-Männle« weit über die Ortenau hinaus bekannt. Männle setzte als einer der ersten in Baden bereits in den 60er-Jahren auf den Ausbau von Rotweinen, in Zeiten, als der badische Weiß-wein ganz oben auf der Liste stand und deutscher Rotwein nur ein Stiefmütterchendasein fristete.
Auch in seinem siebten Lebensjahrzehnt ist Männle noch aktiv wie eh und je. Obwohl Tochter Silvia bereits als Nachfolgerin voll im Betrieb aktiv ist, will Männle so lange weiterarbeiten, wie es seine Gesundheit zulässt. Die zahlreichen Erfolge bestärken ihn darin.
Trotz der vielen Erfolge ist Heinrich Männle bodenständig geblieben. Seit 1737 ist das Erbhofgut in Familienbesitz. Reben in den Durbacher Spitzenlagen Kochberg, Ölberg und Plauelrain werden von der Familie gehegt und gepflegt. Seit 1956 bewirtschaftet Heinrich Männle zusammen mit seiner Ehefrau Wilma den Betrieb.
»Aus dem ehemaligen Mischbetrieb haben wir ein selbstvermarktendes Weingut gemacht«, erklärt Männle. Zusammen mit den Obstanlagen werden heute rund 9,5 Hektar bewirtschaftet. Männles edle Wässerchen sind fast genauso begehrt wie seine Weine. Schon sehr früh entschied sich Männle, seinen Wein komplett auf 0,75-Liter-Flaschen umzustellen. 65 Prozent aller »Männle-Weine« werden im Holzfass ausgebaut, darunter ein immer größer werdender Teil auch im Barrique. Heute stehen allein 40 Barriquefässer in seinem urigen Weinkeller. »Aus dem Holz kommt der Beste Wein«, bemerkt Männle.
In Zukunft investieren
Auf Holz möchte der Winzer auch weiterhin setzen, denn derzeit wird im Familienbetrieb kräftig in die Zukunft investiert. »Wir bauen derzeit einen Fass- und Flaschenkeller, in dem zukünftig jeder Wein auch im Holz ausgebaut werden soll«, sagt Männle. 57 Prozent des Gesamtertrags wird als Spätburgunder Rotwein ausgebaut, drei Prozent als Cabernet Sauvignon.
Der Rotwein hat Heinrich Männle berühmt gemacht. Nicht umsonst ist er unter dem Namen »Rotwein-Männle« weit über die Ortenau hinaus bekannt. Männle setzte als einer der ersten in Baden bereits in den 60er-Jahren auf den Ausbau von Rotweinen, in Zeiten, als der badische Weiß-wein ganz oben auf der Liste stand und deutscher Rotwein nur ein Stiefmütterchendasein fristete.
Auch in seinem siebten Lebensjahrzehnt ist Männle noch aktiv wie eh und je. Obwohl Tochter Silvia bereits als Nachfolgerin voll im Betrieb aktiv ist, will Männle so lange weiterarbeiten, wie es seine Gesundheit zulässt. Die zahlreichen Erfolge bestärken ihn darin.
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