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3000 Gäste sind dem Käse auf der Spur

2005/09/28 18:49
Pressemeldung von:
SZon

LEUPOLZ- Rund 3000 Gäste haben am Sonntag gefeiert und Lena hat zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kuh gemolken. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums öffnete die Käserei ihre Türen und machte gemeinsame Sache mit dem Museum im Dorfstadel, das mit Aktionen Einblicke in die Geschichte der Landwirtschaft gewährte.

Von unserer Mitarbeiterin Susi Weber

"Es ist einfach gigantisch", freut sich Käserei-Mitarbeiterin Charlotte Fießinger. Bereits in den Mittagsstunden stehen die Zeichen auf "erfolgreiches Unterfangen": Das Festzelt ist gut gefüllt, die Herbstsonne
strahlt vom Himmel und auf der Spielwiese hinter der Käserei tummeln sich zahlreiche kleine Besucher bei einem bunten Angebot-Mix.

Zwei, drei Stunden früher erläutert der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Benedikt Kerler, warum man sich entschloss, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums und des zehnjährigen Bestehens der Demeter-Käserei die Türen zu öffnen: "Wir wollen zeigen, was der verlängerte Arm unserer Bauernhöfe ist. Wir wollen, dass Sie Einblicke bekommen und Zusammenhänge erkennen." Solche Zusammenhänge und Informationen zur Käseherstellung gibt es bei einer der Führungen durch die Produktion. "1000 Liter Milch", sagt Führer Erich Karrer, "sind notwendig, um einen 80 Kilogramm Emmentaler Laib herzustellen." Waren es zu Beginn des genossenschaftlichen Betriebes noch 25 Laibe pro Tag, so verlassen heute bis zu 128 Laibe am Tag die Käserei, die 25
Mitarbeiter beschäftigt. Seit zehn Jahren reifen dort nicht nur Emmentaler und Bergkäse der konventionellen Art, sondern auch in Demeter-Qualität. Laut Karrer wird die Milch dazu aus einem Umkreis abgeholt, der von Kempten über Memmingen und Biberach bis nach Saulgau reicht. Natürlich erfährt der Besucher auch, dass die Propionsäure-Bakterien "schuld" an der Lochbildung im Käse sind - und Penizilline des Käses größter Feind.

LEUPOLZ- Rund 3000 Gäste haben am Sonntag gefeiert und Lena hat zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kuh gemolken. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums öffnete die Käserei ihre Türen und machte gemeinsame Sache mit dem Museum im Dorfstadel, das mit Aktionen Einblicke in die Geschichte der Landwirtschaft gewährte.



Von unserer Mitarbeiterin Susi Weber

"Es ist einfach gigantisch", freut sich Käserei-Mitarbeiterin Charlotte Fießinger. Bereits in den Mittagsstunden stehen die Zeichen auf "erfolgreiches Unterfangen": Das Festzelt ist gut gefüllt, die Herbstsonne strahlt vom Himmel und auf der Spielwiese hinter der Käserei tummeln sich zahlreiche kleine Besucher bei einem bunten Angebot-Mix.

Zwei, drei Stunden früher erläutert der Vorstandsvorsitzende der Genossenschaft, Benedikt Kerler, warum man sich entschloss, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums und des zehnjährigen Bestehens der Demeter-Käserei die Türen zu öffnen: "Wir wollen zeigen, was der verlängerte Arm unserer Bauernhöfe ist. Wir wollen, dass Sie Einblicke bekommen und Zusammenhänge erkennen." Solche Zusammenhänge und Informationen zur Käseherstellung gibt es bei einer der Führungen durch die Produktion. "1000 Liter Milch", sagt Führer Erich Karrer, "sind notwendig, um einen 80 Kilogramm Emmentaler Laib herzustellen." Waren es zu Beginn des genossenschaftlichen Betriebes noch 25 Laibe pro Tag, so verlassen heute bis zu 128 Laibe am Tag die Käserei, die 25 Mitarbeiter beschäftigt. Seit zehn Jahren reifen dort nicht nur Emmentaler und Bergkäse der konventionellen Art, sondern auch in Demeter-Qualität. Laut Karrer wird die Milch dazu aus einem Umkreis abgeholt, der von Kempten über Memmingen und Biberach bis nach Saulgau reicht. Natürlich erfährt der Besucher auch, dass die Propionsäure-Bakterien "schuld" an der Lochbildung im Käse sind - und Penizilline des Käses größter Feind.

"Wir rekrutieren Jungbauern"

Draußen genießen die Besucher derweil Kässpätzle oder Kaffee und Kuchen. "Auch die Geselligkeit soll nicht zu kurz kommen", sagt Benedikt Kerler. Für die Bewirtung zeichnen die Vereine verantwortlich. "Wir rekrutieren Jungbauern", witzelt Anton Sieber auf der Spielwiese und erteilt den "Nachwuchsmelkern" Anweisungen im richtigen Umgang mit seiner Kuh "Vroni": "Zuerst streicheln, sonst erschrickt sie vielleicht."

Auch auf der anderen Straßenseite ist einiges geboten. Letztmals in diesem Jahr hat das Museum im Dorfstadel geöffnet. "Die Idee, gemeinsam zu festen, ist im Ortschaftsrat entstanden", sagt Heinz Findeisen vom Arbeitskreis ländliches Kulturgut und Handwerk. Die Arbeit wird für die zwölf ehrenamtlichen Mitarbeiter dennoch weitergehen." In einem Museum ist man nie fertig", setzt er hinzu.

Der Arbeitskreis hat auch 2005 zum Saisonabschluss ein interessantes Programm zusammengestellt. Im Außenbereich werden Wagner-, Küfer-, Schmiedearbeiten gezeigt. Karl Pfau, Josef Schnetz und Paul Lehmann demonstrieren, wie früher per Hand gedroschen wurde. Gegen später kann man auch beim Klöppeln oder beim Arbeiten am Spinnrad zusehen. "Zwölf Gruppen mit 20 bis 30 Teilnehmern und im Schnitt zehn bis 15 Personen an den geöffneten Sonntagen haben dem Museum 2005 einen Besuch abgestattet", sagt Findeisen.

Neu im Museum zu sehen seien ein großes, von Hugo Fischer hergestelltes Holzpferd mit Pflug, ein Holzbaukasten von 1905, der Bereich Hausschlachtung, diverse Geschirre und Wäsche. "Außerdem haben wir eine Wehrmachtsgasmaske ausgestellt, die Bewohner eines Leupolzer Hauses beim Einmarsch der Franzosen versteckt hatten und die bei Umbauarbeiten im vergangenen Jahr wieder entdeckt wurde", berichtet Walter Achberger.

Ab Mai wieder offen

600 Arbeitsstunden haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Arbeitskreises 2005 geleistet. Ideen für das Jahr 2006 liegen bereits vor. "Wir würden gerne zwei bäuerliche Zimmer einrichten", beschreibt Heinz Findeisen das Vorhaben. In den nächsten Wochen wollen sich die freiwilligen "Schaffer" aber erst einmal der gestalterischen Dinge annehmen. "Solange, wie es von den Temperaturen her machbar ist", steckt Achberger den Zeitrahmen ab. Für die Öffentlichkeit ist nun im Museum im Dorfstadel erst einmal "Winterpause". Geöffnet wird wieder im Mai.}

Wie und wo bloß anfangen? Lena Grabherr melkt zum ersten Mal eine Kuh. Es ist "Vroni" von Landwirt Anton Sieber (links). Fotos (2): Weber}

Wo gehobelt wird, fallen Späne: Heinrich Erle zeigt Küferarbeiten vor dem Dorfmuseum in Leupolz.

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(Stand: 27.09.2005 00:19)


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