WG Durbach mit Qualität zufrieden
2005/10/26 19:01
Pressemeldung von:
baden-online.de
Herbstbilanz der Winzergenossenschaft fällt positiv aus / 2,6 Millionen Liter Most eingelagert
Die Winzergenossenschaft Durbach ist mit der Herbstbilanz zufrieden, allerdings ist die Einlagerungsmenge um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft.
Von: Volker Gegg
Durbach. Durchschnittlich gute Qualität, aber über alle Sorten hinweg mit 2,6 Millionen Liter Most rund 15 Prozent geringere Einlagerungsmenge als noch 2004: So lässt sich die Herbstbilanz der Durbacher Winzergenossenschaft zusammenfassen. Vergangenen Donnerstag wurde, 14 Tage früher als im
Die Winzergenossenschaft Durbach ist mit der Herbstbilanz zufrieden, allerdings ist die Einlagerungsmenge um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr geschrumpft.
Von: Volker Gegg
Durbach. Durchschnittlich gute Qualität, aber über alle Sorten hinweg mit 2,6 Millionen Liter Most rund 15 Prozent geringere Einlagerungsmenge als noch 2004: So lässt sich die Herbstbilanz der Durbacher Winzergenossenschaft zusammenfassen. Vergangenen Donnerstag wurde, 14 Tage früher als im
Vorjahr, die Hauptlese abgeschlossen, die am 4. Oktober startete. »Wir haben nur noch einige Selektionsanlagen stehen, die wir für Trockenbeerenauslesen vorgesehen haben«, erklärte Jochen Sahler, seit vier Monaten Kellermeister der Durbacher WG.
»Feuerstaufe bestanden«
»Seine Feuertaufe hat Sahler hervorragend bestanden«, lobte Direktor Konrad Geppert den vom Bodensee stammenden Önologen. Der Weinjahrgang 2005 präsentierte sich bisher jedenfalls spannend für die 300 Mitgliedswinzer, davon 80 im Vollerwerb, die zusammen 331 Hektar bewirtschaften. Die überdurchschnittlichen Niederschläge im Juli und August haben die Beeren- und Traubengröße deutlich gefördert.
»Die gesunde und vitale Laubwand sowie die sonnig-warmen Tage im September und Oktober haben die Reifeentwicklung zusätzlich positiv beeinflusst«, erklärte Geppert bei der Herbstpressekonferenz. »Aber
»Feuerstaufe bestanden«
»Seine Feuertaufe hat Sahler hervorragend bestanden«, lobte Direktor Konrad Geppert den vom Bodensee stammenden Önologen. Der Weinjahrgang 2005 präsentierte sich bisher jedenfalls spannend für die 300 Mitgliedswinzer, davon 80 im Vollerwerb, die zusammen 331 Hektar bewirtschaften. Die überdurchschnittlichen Niederschläge im Juli und August haben die Beeren- und Traubengröße deutlich gefördert.
»Die gesunde und vitale Laubwand sowie die sonnig-warmen Tage im September und Oktober haben die Reifeentwicklung zusätzlich positiv beeinflusst«, erklärte Geppert bei der Herbstpressekonferenz. »Aber
die für den Jahrgang 2005 aus Qualitäts- und Marktgründen vorgegebenen Zielmengen wurden über alle Sorten hinweg nicht erreicht.«
Rund 78 Hektoliter wurden durchschnittlich pro Hektar Rebfläche eingelagert (Vorjahr 90 Hektoliter). So wurde beim Müller-Thurgau 20 Prozent weniger Most eingelagert und beim Klingelberger-Riesling rund 13 Prozent. Mit sieben Prozent weniger Menge kam der Spätburgunder noch sehr gut davon. Über alle Sorten hinweg beträgt das Durchschnittsmostgewicht laut Kellermeister Sahler 90 Grad Öchsle (Vorjahr 96 Grad Öechsle). Somit konnten insgesamt 15 Prozent Traubenmost mit Qualitätswein und 85 Prozent Most mit Prädikatsweinqualität angenommen werden. »Wir werden dieses Jahr wieder Weine runterstufen, so dass wir unseren Kunden 50 Prozent Qualitäts- und 50 Prozent Prädikatsweine anbieten können«, erklärte Geppert.
Trotz der geringeren Einlagerungsmenge sieht Geppert die kontinuierliche Lieferbereitschaft in allen Sorten und Qualitätsstufen gewährleistet. Als Gewinner des Jahrgangs 2005 sieht Geppert schon jetzt den Klingelberger Riesling und den Grauburgunder: »Trotz schwieriger Erntebedingungen dürfen wir uns hier über überdurchschnittlich fruchtige Weine mit hoher Trinkqualität freuen.«
Bei der Durbacher Öchslehitparade hat die Scheurebe- Beerenauslese vom Plauelrain mit 130 Grad Öchsle das bisherige höchste Mostgewicht im genossenschaftsinternen Ranking. Dicht gefolgt von einer Scheurebe-Auslese ebenfalls vom Plauelrain mit 110 Grad Öchsle und einer Chardonnay-Auslese mit 106 Grad.
Exzellente Lesedisziplin
Mit 50 Prozent der Gesamteinlagerungsmenge führt die Spätburgunder Traube, die zu 65 Prozent zu Rotwein und zu 35 Prozent als Weißherbst oder Rosé ausgebaut wird. Der Klingelberger-Riesling nimmt 25 Prozent der Gesamternte ein, noch vor dem Müller-Thurgau mit 11,5 Prozent. »Der Jahrgang präsentiert sich mit hoher Mineralstoffeinlagerung und mit rassig gehaltvollen Fruchtaromen, die ein sortentypisches Bukett liefern«, brachte es Sahler auf den Punkt.
Viel Lob zollten Sahler und Geppert den Durbacher Genossenschaftswinzern, »es wurde hervorragend vorselektiert und eine exzellente Lesedisziplin vollzogen«. Bis zu 330 Tonnen Lesegut wurde an Spitzentagen durch das Kellerteam verarbeitet. In zwei Schichten waren die Angestellten 24 Stunden im Einsatz. Dass so viel Arbeit auch an den Kräften zehrt, zeigte sich an dem kurzfristig erkrankten Vorstandsvorsitzenden Georg Gmeiner, der bei der Pressekonferenz entschuldigt wurde.
Rund 78 Hektoliter wurden durchschnittlich pro Hektar Rebfläche eingelagert (Vorjahr 90 Hektoliter). So wurde beim Müller-Thurgau 20 Prozent weniger Most eingelagert und beim Klingelberger-Riesling rund 13 Prozent. Mit sieben Prozent weniger Menge kam der Spätburgunder noch sehr gut davon. Über alle Sorten hinweg beträgt das Durchschnittsmostgewicht laut Kellermeister Sahler 90 Grad Öchsle (Vorjahr 96 Grad Öechsle). Somit konnten insgesamt 15 Prozent Traubenmost mit Qualitätswein und 85 Prozent Most mit Prädikatsweinqualität angenommen werden. »Wir werden dieses Jahr wieder Weine runterstufen, so dass wir unseren Kunden 50 Prozent Qualitäts- und 50 Prozent Prädikatsweine anbieten können«, erklärte Geppert.
Trotz der geringeren Einlagerungsmenge sieht Geppert die kontinuierliche Lieferbereitschaft in allen Sorten und Qualitätsstufen gewährleistet. Als Gewinner des Jahrgangs 2005 sieht Geppert schon jetzt den Klingelberger Riesling und den Grauburgunder: »Trotz schwieriger Erntebedingungen dürfen wir uns hier über überdurchschnittlich fruchtige Weine mit hoher Trinkqualität freuen.«
Bei der Durbacher Öchslehitparade hat die Scheurebe- Beerenauslese vom Plauelrain mit 130 Grad Öchsle das bisherige höchste Mostgewicht im genossenschaftsinternen Ranking. Dicht gefolgt von einer Scheurebe-Auslese ebenfalls vom Plauelrain mit 110 Grad Öchsle und einer Chardonnay-Auslese mit 106 Grad.
Exzellente Lesedisziplin
Mit 50 Prozent der Gesamteinlagerungsmenge führt die Spätburgunder Traube, die zu 65 Prozent zu Rotwein und zu 35 Prozent als Weißherbst oder Rosé ausgebaut wird. Der Klingelberger-Riesling nimmt 25 Prozent der Gesamternte ein, noch vor dem Müller-Thurgau mit 11,5 Prozent. »Der Jahrgang präsentiert sich mit hoher Mineralstoffeinlagerung und mit rassig gehaltvollen Fruchtaromen, die ein sortentypisches Bukett liefern«, brachte es Sahler auf den Punkt.
Viel Lob zollten Sahler und Geppert den Durbacher Genossenschaftswinzern, »es wurde hervorragend vorselektiert und eine exzellente Lesedisziplin vollzogen«. Bis zu 330 Tonnen Lesegut wurde an Spitzentagen durch das Kellerteam verarbeitet. In zwei Schichten waren die Angestellten 24 Stunden im Einsatz. Dass so viel Arbeit auch an den Kräften zehrt, zeigte sich an dem kurzfristig erkrankten Vorstandsvorsitzenden Georg Gmeiner, der bei der Pressekonferenz entschuldigt wurde.
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