Badischer Wein soll WM-Volltreffer werden
2005/11/16 05:26
Pressemeldung von:
baden-online.de
Genossenschaftsverband stellt in Sasbachwalden geringeren Absatz des hiesigen Rebengoldes fest
Dass Badens Weine im goldenen Oktober 2005 von der Sonne verwöhnt wurden, sorgte bei Winzergenossenschaften und Winzern für eine erfreuliche Bilanz. Doch trotz aller Freude über den »Wunschjahrgang« goss der Badische Genossenschaftsverband in Sasbachwalden beim Wein-Pressegespräch etwas Wasser in den Wein.
Sasbachwalden (sp). Von einem hart umkämpften Weinmarkt sprach beim Wein-Pressegespräch in der Sasbachwaldener Winzergenossenschaft »Alde Gott« der badische
Dass Badens Weine im goldenen Oktober 2005 von der Sonne verwöhnt wurden, sorgte bei Winzergenossenschaften und Winzern für eine erfreuliche Bilanz. Doch trotz aller Freude über den »Wunschjahrgang« goss der Badische Genossenschaftsverband in Sasbachwalden beim Wein-Pressegespräch etwas Wasser in den Wein.
Sasbachwalden (sp). Von einem hart umkämpften Weinmarkt sprach beim Wein-Pressegespräch in der Sasbachwaldener Winzergenossenschaft »Alde Gott« der badische
Verbandsdirektor Gerhard Roßwog. Der Verband werde den Wettbewerb mit »offenem Visier« annehmen. Mit einem leicht rückläufigen Weinkonsum in Deutschland, offenen Märkten, Angeboten in Discountern und Neue-Welt-Weinen müssten sich badischen Winzer auseinander setzen.
Lohnende Geduld
Die Geduld der Winzer und die Lese im Oktober zahlten sich aus, wobei von dem spätsommerlichen Wetter vor allem die Burgunder- und Rieslingsorten profitierten, betonte Roßwog. Nach ersten Erhebungen werden beim Badischen Genossenschaftsverband rund 97,3 Millionen Liter (Vorjahr 101,6 Millionen Liter) erwartet, was einem Durchschnittsertrag von etwa 89 Hektoliter je Hektar entspricht. »Wir haben über die meisten Sorten hinweg eine marktgerechte Menge bei sehr guter Qualität eingelagert und rechnen daher mit stabilen Preisen«. Aufgrund der geringeren Mengen bei Müller-Thurgau und Gutedel könne die
Lohnende Geduld
Die Geduld der Winzer und die Lese im Oktober zahlten sich aus, wobei von dem spätsommerlichen Wetter vor allem die Burgunder- und Rieslingsorten profitierten, betonte Roßwog. Nach ersten Erhebungen werden beim Badischen Genossenschaftsverband rund 97,3 Millionen Liter (Vorjahr 101,6 Millionen Liter) erwartet, was einem Durchschnittsertrag von etwa 89 Hektoliter je Hektar entspricht. »Wir haben über die meisten Sorten hinweg eine marktgerechte Menge bei sehr guter Qualität eingelagert und rechnen daher mit stabilen Preisen«. Aufgrund der geringeren Mengen bei Müller-Thurgau und Gutedel könne die
Angebotssituation sich verschärfen. 35 Prozent hochwertiger Qualitätswein und 65 Prozent Prädikatswein wurden eingelagert. Der Anteil bei Rot- und Roséweinen liegt bei 47,4 Prozent, 52,6 Prozent umfassen die Weißweine. »Das ist ein Ergebnis, mit dem wir sehr gut leben können«. Die 2005er Jungweine präsentieren sich bereits jetzt »inhaltlich ausgereift, aromastark und mit einer harmonisch eingebunden Säure«.
Die Durchschnittserlöse für die badischen Weine lagen im Geschäftsjahr 2004/05 bei 3,13 Euro pro Liter und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent an. Allerdings ist die Absatzmenge von 89,4 Millionen Liter auf 83,8 Millionen Liter ebenso zurückgegangen wie die Umsatzerlöse. Diese betrugen im 2003/04 noch 245,4 Millionen Euro, nun waren es 241,7 Millionen Euro. Den Rückgang in der Absatzmenge begründete Roßwog mit Lieferengpässen nach der kleinen Ernte 2003 sowie mit Ernteausfällen nach Hagelunwetter. Dass die badischen Winzer den Flaschenweinerlös steigerten, bestätigt die gute Marktposition und die Qualität des badischen Weines.
»Schnäppchenpreise«
»Vergleicht man aber das Verhältnis von Preis und Qualität der badischen Spitzenweine mit jenem der ausländischen Anbieter, so handelt es sich bei unseren Tropfen um wahre Schnäppchen«, meinte Roßwog, der bezweifelte, dass dieses Verhältnis angesichts der steigenden Kosten weiterhin gilt.
Im Blick auf die abgesetzten Rebsorten stellte Roßwog fest, dass sich die roten Sorten mit 35,8 Prozent vor den Müller-Thurgau (23,3 Prozent) geschoben hat. Der Gutedel hatte am Gesamtabsatz einen Anteil von 10,3 Prozent, der Riesling lag bei 7,4, der Weißburgunder bei 5,6 und der Grauburgunder bei 7,6 Prozent. Der wichtigste Partner im Verkauf der Winzergenossenschaften ist der Lebensmittel- und Fachhandel, deutlich gesunken ist der Direktabsatz an den Discount. Demgegenüber stiegt Absatz und Umsatz der Gastronomie.
Die Strukturbereinigung durch Fusionen kam in Gang, stellte der Verbandsdirektor fest. Dies erhöhe Vermarktungschancen besonders der kleineren Winzergenossenschaften. »Wir sind überzeugt davon, dass der Fusionsprozess gerade für ertragsschwache Betriebe fortgesetzt werden muss, um den Winzern eine längerfristige Zukunftsperspektive zu bieten«, so der Präsident. Eine neue Struktur erhält auch die auf freiwilliger Basis finanzierte Weinwerbezentrale badischer Winzergenossenschafen (WWZ), auch die Kommunikation zwischen der WWZ und den 42 Mitgliedern sowie die Imagewerbung für die badischen Weine soll verbessert werden.
Zur Fußballweltmeisterschaft werden 13 badische Winzergenossenschaften Weltmeisterschaftsweine kreieren, deren Flaschen mit World-Cup-Logo und FIFA-Zeichen versehen sind. Die 22 Weine sollen werbewirksam auch in den VIP-Bereichen der Stadien ausgeschenkt werden.
Welche Qualitäten der »Alde Gott« hat, durften die Vertreter und Gäste des Genossenschaftsverbandes bei einer Kellerführung mit Geschäftsführer Günter Lehmann, Kellermeister Hermann Bähr beo Kostproben der »Saschwaller« Weine erleben.
Die Durchschnittserlöse für die badischen Weine lagen im Geschäftsjahr 2004/05 bei 3,13 Euro pro Liter und stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent an. Allerdings ist die Absatzmenge von 89,4 Millionen Liter auf 83,8 Millionen Liter ebenso zurückgegangen wie die Umsatzerlöse. Diese betrugen im 2003/04 noch 245,4 Millionen Euro, nun waren es 241,7 Millionen Euro. Den Rückgang in der Absatzmenge begründete Roßwog mit Lieferengpässen nach der kleinen Ernte 2003 sowie mit Ernteausfällen nach Hagelunwetter. Dass die badischen Winzer den Flaschenweinerlös steigerten, bestätigt die gute Marktposition und die Qualität des badischen Weines.
»Schnäppchenpreise«
»Vergleicht man aber das Verhältnis von Preis und Qualität der badischen Spitzenweine mit jenem der ausländischen Anbieter, so handelt es sich bei unseren Tropfen um wahre Schnäppchen«, meinte Roßwog, der bezweifelte, dass dieses Verhältnis angesichts der steigenden Kosten weiterhin gilt.
Im Blick auf die abgesetzten Rebsorten stellte Roßwog fest, dass sich die roten Sorten mit 35,8 Prozent vor den Müller-Thurgau (23,3 Prozent) geschoben hat. Der Gutedel hatte am Gesamtabsatz einen Anteil von 10,3 Prozent, der Riesling lag bei 7,4, der Weißburgunder bei 5,6 und der Grauburgunder bei 7,6 Prozent. Der wichtigste Partner im Verkauf der Winzergenossenschaften ist der Lebensmittel- und Fachhandel, deutlich gesunken ist der Direktabsatz an den Discount. Demgegenüber stiegt Absatz und Umsatz der Gastronomie.
Die Strukturbereinigung durch Fusionen kam in Gang, stellte der Verbandsdirektor fest. Dies erhöhe Vermarktungschancen besonders der kleineren Winzergenossenschaften. »Wir sind überzeugt davon, dass der Fusionsprozess gerade für ertragsschwache Betriebe fortgesetzt werden muss, um den Winzern eine längerfristige Zukunftsperspektive zu bieten«, so der Präsident. Eine neue Struktur erhält auch die auf freiwilliger Basis finanzierte Weinwerbezentrale badischer Winzergenossenschafen (WWZ), auch die Kommunikation zwischen der WWZ und den 42 Mitgliedern sowie die Imagewerbung für die badischen Weine soll verbessert werden.
Zur Fußballweltmeisterschaft werden 13 badische Winzergenossenschaften Weltmeisterschaftsweine kreieren, deren Flaschen mit World-Cup-Logo und FIFA-Zeichen versehen sind. Die 22 Weine sollen werbewirksam auch in den VIP-Bereichen der Stadien ausgeschenkt werden.
Welche Qualitäten der »Alde Gott« hat, durften die Vertreter und Gäste des Genossenschaftsverbandes bei einer Kellerführung mit Geschäftsführer Günter Lehmann, Kellermeister Hermann Bähr beo Kostproben der »Saschwaller« Weine erleben.
Kontakt:
web:
http://www.baden-online.de
email: keine Angabe
Falls der Inhalt dieses Artikels gegen bestehendes Urheberrecht verstößt, so bitten
wir um einen Hinweis an info@weinportal24.info
und der Artikel wird umgehend entfernt.