Spaziergang durch die badischen Rebsorten
2005/09/16 16:20
Pressemeldung von:
Baden online
Weinbaupräsident Gerhard Hurst leitete ein Weinseminar der Winzergenossenschaft Rammersweier
Von: Christl Mai
Offenburg-Rammersweier (m). Eine Probe mit erlesenen Tropfen beschloss am Dienstag das zwei Abende umfassende Weinseminar der Winzergenossenschaft Rammersweier. Als sachkundiger Leiter hatte sich Ortsvorsteher Gerhard Hurst zur Verfügung gestellt.
Dass Qualität schon im Weinberg gemacht wird, erfuhren die Wissbegierigen am ersten Abend beim Rundgang durch die Reben. »Ich trinke gern Wein und interessiere mich brennend für die Arbeit der Winzer«, begründet
Von: Christl Mai
Offenburg-Rammersweier (m). Eine Probe mit erlesenen Tropfen beschloss am Dienstag das zwei Abende umfassende Weinseminar der Winzergenossenschaft Rammersweier. Als sachkundiger Leiter hatte sich Ortsvorsteher Gerhard Hurst zur Verfügung gestellt.
Dass Qualität schon im Weinberg gemacht wird, erfuhren die Wissbegierigen am ersten Abend beim Rundgang durch die Reben. »Ich trinke gern Wein und interessiere mich brennend für die Arbeit der Winzer«, begründet
der Rammersweierer Otto Weisser seine wiederholte Teilnahme. Auch Torsten Mußgnug als Jüngster in der Runde ist seit Jahren dabei und will als Konsument »mehr über das edle Produkt erfahren«. Aus Zell-Weierbach waren Lilo Falk und Willi Lehmann gekommen, um sich vom Präsidenten des Badischen Weinbauverbandes und langjährigen Vorstandsvorsitzenden der WG unterweisen zu lassen.
Bei der Begehung durch die Gewanne »Affental« und »Heidenacker« erfuhren die Teilnehmer, dass der schwere Lößboden der Vorbergzone einen besonders bukettreichen Wein gedeihen läßt. Vegetation der Reben vom Austrieb über Pflegemaßnahmen, Schädlinge, Pflanzenschutz und weinrechtliche Fragen waren Themenschwerpunkte. Dazwischen durften die ersten reifen Trauben gekostet werden. Der Refraktometer, mit dem der Zuckergehalt in den Beeren gemessen wird, wanderte von Hand zu Hand. Bei der
Bei der Begehung durch die Gewanne »Affental« und »Heidenacker« erfuhren die Teilnehmer, dass der schwere Lößboden der Vorbergzone einen besonders bukettreichen Wein gedeihen läßt. Vegetation der Reben vom Austrieb über Pflegemaßnahmen, Schädlinge, Pflanzenschutz und weinrechtliche Fragen waren Themenschwerpunkte. Dazwischen durften die ersten reifen Trauben gekostet werden. Der Refraktometer, mit dem der Zuckergehalt in den Beeren gemessen wird, wanderte von Hand zu Hand. Bei der
Wetterschutzhütte angekommen, lud Gerhard Hurst im Schein der untergehenden Sonne zur kleinen Weinprobe ein.
Der zweite Abend war dem Weinausbau im Keller gewidmet. Traubenannahme, Gärverfahren, Rotwein- und Sektbereitung, Barrique-Ausbau, Filtration, Abfüllanlage, Etikettierung und Lagerung – beim Rundgang durch das Kellerlabyrinth mit Edelstahltanks in der Größenordnung von 200 bis 50 000 Liter erwies sich der Weinbaupräsident als kundiger Führer. »Wenn in den nächsten Wochen der Gärprozess in vollem Gang ist, brodelt es hier gewaltig. Derzeit sind die besten Voraussetzungen für einen guten Jahrgang gegeben«, wies er auf die baldige Traubenlese hin.
Verkostung von 14 Weinen
Die Verkostung von 14 erlesenen Weinen bildete sozusagen das »Tüpfelchen auf dem i«. »Bei der Gegenüberstellung zweier Proben werden die Geschmacksnuancen und Geruchsnoten deutlicher herausgestellt«, belehrte der Ortsvorsteher und ließ die Seminarteilnehmer frisch-fruchtige Aromen von Brombeeren und Kirschen bei den Rotweinen, von Johannisbeeren beim Rosé, von Himbeeren beim Weißherbst, von grünen Äpfeln beim Weißburgunder und von überreifen Melonen beim Grauburgunder erschmecken. Rivaner Classic, die trockene Version des Müller-Thurgau, präsentierte sich in exotischer Fülle, während der Sommerwein »Il Tedesco« durch florale Töne bestach. »Wein und Menschen haben eines gemeinsam: Die guten werden im Alter besser«, kleine Lebensweisheiten und heitere Anekdoten streute Gerhard Hurst beim »Spaziergang durch die badischen Rebsorten« wie gewohnt mit ein.
Der zweite Abend war dem Weinausbau im Keller gewidmet. Traubenannahme, Gärverfahren, Rotwein- und Sektbereitung, Barrique-Ausbau, Filtration, Abfüllanlage, Etikettierung und Lagerung – beim Rundgang durch das Kellerlabyrinth mit Edelstahltanks in der Größenordnung von 200 bis 50 000 Liter erwies sich der Weinbaupräsident als kundiger Führer. »Wenn in den nächsten Wochen der Gärprozess in vollem Gang ist, brodelt es hier gewaltig. Derzeit sind die besten Voraussetzungen für einen guten Jahrgang gegeben«, wies er auf die baldige Traubenlese hin.
Verkostung von 14 Weinen
Die Verkostung von 14 erlesenen Weinen bildete sozusagen das »Tüpfelchen auf dem i«. »Bei der Gegenüberstellung zweier Proben werden die Geschmacksnuancen und Geruchsnoten deutlicher herausgestellt«, belehrte der Ortsvorsteher und ließ die Seminarteilnehmer frisch-fruchtige Aromen von Brombeeren und Kirschen bei den Rotweinen, von Johannisbeeren beim Rosé, von Himbeeren beim Weißherbst, von grünen Äpfeln beim Weißburgunder und von überreifen Melonen beim Grauburgunder erschmecken. Rivaner Classic, die trockene Version des Müller-Thurgau, präsentierte sich in exotischer Fülle, während der Sommerwein »Il Tedesco« durch florale Töne bestach. »Wein und Menschen haben eines gemeinsam: Die guten werden im Alter besser«, kleine Lebensweisheiten und heitere Anekdoten streute Gerhard Hurst beim »Spaziergang durch die badischen Rebsorten« wie gewohnt mit ein.
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