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Mut zur Veränderung - Zukunft der Genossenschaften

2005/11/10 05:38
Pressemeldung von:
presseportal.de

Traditionen bewahren und sich neuen Herausforderungen nicht verschließen
09.11.2005 - 11:10 Uhr, Genossenschaftsverband Norddeutschland e.V. [Pressemappe] Hannover (ots) - "Die Genossenschaften haben traditionell hier in Norddeutschland, insbesondere bei der Milchwirtschaft, eine wichtige und zentrale Verantwortung für ihre Mitglieder", betonte Verbandsdirektor Michael Bockelmann heute im Rahmen der Pressekonferenz des Genossenschaftsverbandes Norddeutschland e.V. (GVN) in Kiel-Molfsee. Der GVN ist der größte deutsche Genossenschaftsverband, dem rund 1.350 Genossenschaften in
acht Bundesländern im Norden angehören. Einen Tag vor dem GVN-Verbandstag in Lübeck prognostizieren auch die Verbandsdirektoren Horst Mathes und Dr. Walter Weber für die genossenschaftliche Bankengruppe im kommenden Jahr einen anhaltenden Aufwärtstrend: "Die
Genossenschaftsbanken in Norddeutschland haben den "Mut zur Veränderung" bereits bewiesen!"

Umsetzung von Strukturmaßnahmen

Eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung von
Strukturmaßnahmen zur Zukunftsausrichtung ist die Bereitschaft der Mitglieder, diese Veränderungen zukünftig mitzutragen. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Beschlüsse für Kooperationen und Fusionen als auch im Hinblick auf Investitionsentscheidungen und Eigenkapitalerhöhungen. Insbesondere bei den Molkereien können selbst optimale Strukturen den Preis- und Mengendruck allenfalls abfedern, da seit Jahren 15 bis
20 % Überproduktion die Milchpreise in Europa drücken. Hinzu kommt die Konzentration beim deutschen Lebensmitteleinzelhandel, dessen zehn größte Unternehmen schon 85 % Marktanteil auf sich vereinen. Die 43 Molkereigenossenschaften im GVN konnten ihren Milcherzeugern in 2004 einen Basis-Milchpreis von 27,2 Cent/kg auszahlen, für 2005 werden 0,5 Cent/kg weniger erwartet. Die 2004 und 2005 erfolgten fünf Molkereifusionen haben zu einer weiteren Strukturstärkung beigetragen. Die Förderung der Mitglieder über einen möglichst hohen Milchpreis steht dabei im Vordergrund.

Geno-Banken - mit Perspektiven in die Zukunft

Die rund 170 norddeutschen Genossenschaftsbanken mit einer Bilanzsumme von 65 Mrd. Euro haben nach einer Phase der Konsolidierung und einem beeindruckenden Tempo bei der Modernisierung der eigenen Strukturen und Strategien vieles von dem vorweggenommen, was den Wettbewerbern noch bevorsteht: eine optimierte Produktpalette, ein modernes Gesamtbanksteuerungssystem, insgesamt effizientere Prozesse und eine Konzentration bei den Verbundunternehmen. Dies kommt ihren rund 3 Mio. genossenschaftlichen Kunden zugute: Mit der DZ BANK, der DG HYP, der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V-Versicherung sowie der Union Investment gibt es auf allen Produktfeldern konzentrierte Angebote der
Verbundpartner. Nicht zuletzt das jetzt ausgesprochene Verbundrating von A+ der international renommierten Rating Agentur Fitch würdigt diese zahlreichen Aktivitäten.

Prognose und Ausblick 2006

Neugründungen von Genossenschaften, insbesondere unter dem Fokus des Referentenentwurfes zur geplanten Novellierung des Genossenschaftsgesetzes, können ohne Zweifel als moderne Unternehmensform mit Zukunft bezeichnet werden. GVN-Verbandsdirektor Michael Bockelmann: "Der GVN hat sich maßgeblich an den bisherigen Diskussionen zum Reformprojekt beteiligt und hat etliche Vorschläge eingebracht. Die Erwartungen unserer Mitglieder an die Novelle sind hoch und wir sind der Meinung, dass damit eine wesentliche Verbesserung für genossenschaftliches Wirtschaften in Deutschland insgesamt eintreten wird." Genossenschaften sollen künftig nicht nur für wirtschaftliche Zwecke gegründet werden, sondern - wie im europäischen Ausland - auch für soziale und kulturelle Zwecke.
http://www.geno-verband.de/index.php?theme=gvn_04_01.htm




Pressekontakt:

Genossenschaftsverband Norddeutschland e.V.
Presseabteilung
Joachim Prahst / Ute Delimat
Tel.: 0511 / 9574-540/-432
Fax: 0511 / 9574-515


Kontakt:
web: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=746934
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