Bäuerliche Geräte sind auch Kulturgeschichte
2005/09/16 16:18
Pressemeldung von:
infowilplus.ch
Im Museum Lindengut in Flawil sorgfältig zusammengetragen und ausgestellt.
14.09.2005, Christian Jud
Mit viel Umsicht wurde soeben die Ausstellung«Werkzeuge und Gerätschaften aus dem bäuerlichen Alltag» bereit gestellt.Privatpersonen wie auch die Remisen der Landwirtschaftlichen Schule Flawil förderten erstaunliches an den Tag, und Ernst Siegenthaler, Mitglied des Museums Lindengut, im Gespräch mit infowilplus:«Kaum sonst wo wie im bäuerlichen Alltag wird die Vergänglichkeit aller Dinge sichtbar».
Es gehört zu den bäuerlichen Faustregeln aller
14.09.2005, Christian Jud
Mit viel Umsicht wurde soeben die Ausstellung«Werkzeuge und Gerätschaften aus dem bäuerlichen Alltag» bereit gestellt.Privatpersonen wie auch die Remisen der Landwirtschaftlichen Schule Flawil förderten erstaunliches an den Tag, und Ernst Siegenthaler, Mitglied des Museums Lindengut, im Gespräch mit infowilplus:«Kaum sonst wo wie im bäuerlichen Alltag wird die Vergänglichkeit aller Dinge sichtbar».
Es gehört zu den bäuerlichen Faustregeln aller
Generationen, nichts anzuschaffen, für das kein Notwendigkeit besteht, denn spätestens am Tag nach dem Kauf beginnt unwiderruflich der Alterungsprozess aller Anschaffungsgegenstände und damit der Wertverlust, und mit Ausnahme etwa der Mist- und Heugabel, etwa noch der Sense zum gelegentlichen Gebrauch wird praktisch alles wieder zum wertlosen Gerümpel, was einstmals als lebens- oder wenigstens arbeitswichtige Anschaffung gegolten hat.
Estriche als Museen
Anders als in anderen Berufsgattungen wandern ausgemusterte Werkzeuge und Gerätschaften nach Ablauf ihrer Einsatzzeit nicht einfach im Kehricht oder beim Alteisenhändler. In den Bauernhäusern gibt es noch die grossen Estriche und da und dort die so genannten Katzenwinkel, die nur darauf zu warten scheinen, dass ihnen die nicht mehr gebrauchten Dinge anvertraut werden.
Es scheint da auch noch die bäuerliche
Estriche als Museen
Anders als in anderen Berufsgattungen wandern ausgemusterte Werkzeuge und Gerätschaften nach Ablauf ihrer Einsatzzeit nicht einfach im Kehricht oder beim Alteisenhändler. In den Bauernhäusern gibt es noch die grossen Estriche und da und dort die so genannten Katzenwinkel, die nur darauf zu warten scheinen, dass ihnen die nicht mehr gebrauchten Dinge anvertraut werden.
Es scheint da auch noch die bäuerliche
Vorsichtslogik vor zu herrschen, fort werfen kann man es immer noch, und es könnten vielleicht gar noch Zeiten kommen, in denen der Hof nur mit alten Gerätschaften zu bewirtschaften wäre. Estriche, aber auch Remisen und nicht mehr in der Nutzung stehende Pferde-, Rinder- und Schweineställe werden sachte zu eigentlichen Museen, in denen der Bauer und seine Leute nachsehen können, wie mühselig ihre Vorgänger noch gewirtschaftet haben.
Auch Selbstgefertigtes
Seit jeher wird den Landwirten eine kreative Hand nachgesagt, und so wundert es denn auch nicht, dass auf allen Bauernhöfen und auch für die Ausstellung im Lindengut auch Selbstgefertigtes an den Tag gefördert wurde. Es sind Dinge, mit denen nie ein Patentamt angegangen wurde, geschweige denn, dass sie in einer Serie angefertigt wurden. Dann gibt es aber auch sehr vieles, an denen wir die Geschwindigkeit der Zeitläufe nachvollziehen können, in dem wir glauben, erst gestern dieses oder jenes Werkzeug im Gebrauch gesehen zu haben, das aber bereit s seit dreissig oder fünfzig Jahren nicht mehr im Gebrauch steht und uns daran erinnert, dass wir demzufolge auch die dreissig oder fünfzig Jahrringe angesetzt haben.
Die Bauern waren durchwegs mit einer kleinen Werkstatt ausgerüstet, mit den nötigen Werkzeugen für Wagner-,Küfer- und sonstigen Holzbearbeitungsgeräten, dann auch mit solchen für die Reparatur von Schuhen und am Zuggeschirr der Pferde, Ochsen und Kühe, und vielseitig waren auch die Werkgeräte für die Hausmosterei, Brennerei und für den betriebseigenen Schlachttag.
Auch Selbstgefertigtes
Seit jeher wird den Landwirten eine kreative Hand nachgesagt, und so wundert es denn auch nicht, dass auf allen Bauernhöfen und auch für die Ausstellung im Lindengut auch Selbstgefertigtes an den Tag gefördert wurde. Es sind Dinge, mit denen nie ein Patentamt angegangen wurde, geschweige denn, dass sie in einer Serie angefertigt wurden. Dann gibt es aber auch sehr vieles, an denen wir die Geschwindigkeit der Zeitläufe nachvollziehen können, in dem wir glauben, erst gestern dieses oder jenes Werkzeug im Gebrauch gesehen zu haben, das aber bereit s seit dreissig oder fünfzig Jahren nicht mehr im Gebrauch steht und uns daran erinnert, dass wir demzufolge auch die dreissig oder fünfzig Jahrringe angesetzt haben.
Die Bauern waren durchwegs mit einer kleinen Werkstatt ausgerüstet, mit den nötigen Werkzeugen für Wagner-,Küfer- und sonstigen Holzbearbeitungsgeräten, dann auch mit solchen für die Reparatur von Schuhen und am Zuggeschirr der Pferde, Ochsen und Kühe, und vielseitig waren auch die Werkgeräte für die Hausmosterei, Brennerei und für den betriebseigenen Schlachttag.
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